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Glätteisen

Woran erkennen Sie ein gutes Glätteisen, welche Unterschiede gibt es zwischen den angebotenen Geräten, worauf sollten Sie vor dem Kauf achten, was kostet ein gutes Glätteisen – auf diese und viele weitere Fragen finden Sie hier eine Antwort. Zusätzlich finden Sie Pflegetipps für Ihre Haare und raffinierte Frisurenvorschläge.


Wozu braucht man überhaupt ein Glätteisen?

Mit den Haaren und ihrer natürlichen Struktur ist es so eine Sache: die oft begehrten glatt, seidig und glänzend herabfallenden Haare, die man auf den roten Teppichen der Welt und in den Hochglanzmagazinen sieht, wünschen sich viele Frauen, aber die Haare spielen einfach nicht mit. Allerdings tun sie das bei den Stars und Sternchen auch nicht von selber, sondern dort kommt ein kleines Gerät zum Einsatz, das hilft, die Haare in diese seidig glänzende, sanft und glatt herabfallende Pracht zu verwandeln: das Glätteisen.
Mit ihm ist es möglich, wellige, lockige oder einfach nur widerspenstigen Haare zu bändigen und in einen glatten, seidigen und sanft fließenden Look zu verwandeln.
Ein Glätteisen ist für viele Frisuren und vor allem für den nach wie vor angesagten Sleek Look ein unverzichtbares Styling Must Have.
Aber welches Glätteisen ist empfehlenswert? Wir helfen bei der Kaufentscheidung.

 

 

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Diese Hersteller produzieren empfehlenswerte Glätteisen

Wer sich bei den Herstellern von Glätteisen umschaut, wird auf bekannte Herstellernamen wie Braun, Phillips, Babyliss, Grundig, AEG oder Remington stoßen. Zu den führenden Herstellern in diesem Bereich gehören jedoch die weniger bekannten Marken Cloud Nine und ghd, die in vielen Tests mit guten oder sehr guten Ergebnissen abschneiden.
Andere Testergebnisse zeigen deutlich, dass ein bekannter Markenname kein Garant für ein gutes Glätteisen sein muss, denn auch Geräte so bekannter und namhafter Hersteller wie Grundig oder Phillips können bei den Tests gnadenlos durchfallen.
Anstatt sich aufgrund der Marke zu entscheiden, sollten Sie daher besser die individuellen Merkmale des jeweiligen Geräts zur Kaufentscheidung heranziehen.
Aber woher wissen Sie, welches Glätteisen ein gutes Glätteisen ist? Wir verraten es Ihnen.


Daran erkennen Sie ein gutes Glätteisen

Sehr wichtig zunächst ist die Sicherheit. Sie sollten nur Geräte kaufen, die ein GS Prüfsiegel aufweisen, um sicher zu gehen, dass die Glätteisen vom TÜV oder einer anderen unabhängigen Prüfstelle geprüft werden und allen europäischen Sicherheitsstandards entsprechen.
Glätteisen arbeiten mit sehr hohen Temperaturen, um abstehende Haarschuppen zu glätten und dadurch den begehrten Sleek Look zu erreichen. Bei der Temperatur ist jedoch Vorsicht geboten, denn ist sie zu hoch, werden die Haare schnell dauerhaft geschädigt. Die Grenze, die nicht überschritten werden sollte, liegt bei gefärbtem oder angegriffenem Haar bei 180°C, bei gesundem Haar bei 200°C.
Bei höheren Temperaturen wird das Haar so stark geschädigt, dass innere Haarstrukturen verschmelzen können. Ist dieser Schaden einmal angerichtet, lässt er sich nicht wieder rückgängig machen und die Haare bleiben dauerhaft geschädigt.
Einige Geräte arbeiten dennoch mit Maximal-Temperaturen von bis zu 230°C, was sehr starke Haarschädigungen zur Folge haben kann.
Um diese Schäden zu vermeiden, sollten Sie ein Gerät wählen, dass sich nicht weiter als bis zu 200°C aufheizt.

 

 

Glätteisen Glaetteisen

Außerdem sollten Sie beim Kauf eines Glätteisens auf folgende Punkte achten:

  • das Gerät sollte unbedingt eine Abschaltautomatik haben. Damit schaltet es sich bei längerem Nichtgebrauch aus, geschieht das nicht, können die glühend heißen Keramikplatten im schlimmsten Fall einen Brand auslösen
  • achten Sie auf ein ausreichend langes Netzkabel, damit Sie sich mit dem Glätteisen noch bewegen können
  • das gesamte Gerät sollte aus stabilem Kunststoff bestehen und sauber verarbeitet sein
  • das Glätteisen sollte möglichst sofort nach dem Einschalten einsatzbereit sein und nicht erst minutenlang aufheizen müssen
  • die Platten, zwischen denen das Haar geglättet wird, sollten aus Keramik bestehen. Je glatter die Keramikplatten, desto besser das Ergebnis. Von Glätteisen mit Metallplatten sollten Sie besser Abstand nehmen
  • spezielle Beschichtungen aus Turmalin oder Titanium sorgen für eine besonders gute Wärmeverteilung
  • das Glätteisen sollte unbedingt über verschiedene Temperaturstufen verfügen und nicht heißer werden als 200°C
  • die Keramikplatten sollten fest und ohne Lücken aufeinander aufliegen, wenn das Gerät geschlossen wird
  • Glätteisen mit einer speziellen Ionisierungsfunktion sollen das Haar besonders behutsam und schonend glätten, ein wirklicher wissenschaftlicher Beweis steht dafür jedoch noch aus
  • Das Gerät sollte über einen robusten Federmechanismus zum Öffnen und Schließen verfügen
  • zwischen den Keramikplatten und dem Gehäuse sollten sich keine sichtbaren Spalten befinden, in denen sich die Haare verfangen und verklemmen können
  • Das Gehäuse des Haarglätters darf sich auf keinen Fall mit erhitzen, sonst drohen bei diesen hohen Temperaturen Verbrennungen der Kopfhaut, des Gesichts, der Ohren oder der Hände, wenn das heiße Gerät mit den Körperstellen in Berührung kommt


Muss ein gutes Glätteisen teuer sein?

Glätteisen gibt es in Preisvariationen von unter 10,-€ bis hin zu knapp 200,- €.
Bei den günstigen Geräten ist jedoch in fast allen Fällen die Sicherheit mangelhaft, sie haben meist keine Abschaltautomatik und das Gehäuse erhitzt sich mitunter sehr stark.
Aber auch teurere Geräte für über 50,-€ sind nicht uneingeschränkt empfehlenswert, so gibt es beispielsweise in dieser Preisklasse Glätteisen, die es ein bisschen zu gut meinen und das Haar mit zu hohen Temperaturen schädigen. In der Preisklasse zwischen 20 und 60€ gibt es jedoch durchaus Glätteisen, die befriedigende Ergebnisse erzielen und sicherheitstechnisch unbedenklich sind.
Für ein wirklich gutes Glätteisen müssen Sie allerdings meist etwas tiefer in die Tasche greifen, für die Geräte der Topmarken ghd und Cloud Nine, die in den meisten Tests mit guten und sehr guten Ergebnissen abschneiden, werden um die 150,-€ fällig.


Das müssen Sie beachten, wenn Sie ein Glätteisen verwenden

Der Einsatz eines Glätteisens ist immer eine Strapaze für die Haare und je öfter das Glätteisen zum Einsatz kommt, desto stärker werden die Haare strapaziert. Um das Glätteisen möglichst schonend einzusetzen und um sich und Ihr Haar nicht zu gefährden, sollten Sie ein paar Dinge beachten.

  • Verwenden Sie das Glätteisen nur am trockenen Haar. Ist das Haar noch feucht, verkocht das Wasser beim Glätten und schädigt das Haar
  • Verwenden Sie das Glätteisen am besten am frischgewaschenen Haar, das keine Rückstände von Haarspray oder ähnlichen Substanzen aufweist
  • Halten Sie die Temperatur beim Glätten der Haare unter 200°C. Für geschädigtes, feines oder gefärbtes Haar sollten Sie nicht mehr als 180°C einstellen
  • Glätten Sie das Haar Strähne für Strähne
  • Glätten Sie Ihre Haare nicht täglich, geben Sie dem Haar immer wieder Zeit, sich von den Strapazen des Glättens zu erholen. Am gesündesten für die Haare ist es, wenn Sie das Glätteisen nicht regelmäßig, sondern nur zu besonderen Gelegenheiten einsetzen

Außerdem sollten Sie unbedingt die folgenden Sicherheitshinweise beachten:

  • Lassen Sie das Glätteisen nach der Benutzung auf einer feuerfesten Fläche auskühlen. Ziehen Sie dazu den Netzstecker und achten Sie darauf, dass das Glätteisen nicht in die Hände von Kindern gelangen kann
  • Verwenden Sie das Glätteisen auf keinen Fall in der Badewanne. Es besteht die Gefahr tödlicher Stromschläge
  • Lassen Sie das eingesteckte Glätteisen niemals am Rand der gefüllten Badewanne liegen
  • Fassen Sie das Glätteisen nie mit nassen Händen an
  • Achten Sie auf einen sicheren, trockenen und rutschfreien Stand, wenn Sie das Glätteisen benutzen

So reinigen und pflegen Sie Ihr Glätteisen

Auf den Heizplatten können sich Staub und Schmutz sowie Reste von Styling Produkten anreichern und durch die Hitze regelrecht einbrennen. Um das zu vermeiden ist es am besten, die Heizplatten nach jedem Gebrauch mit einem feuchten Tuch abzuwischen. Dazu sollten Sie aber auf jeden Fall den Netzstecker ziehen und warten, bis das Glätteisen abgekühlt ist. Bei dieser Gelegenheit können Sie auch das Außengehäuse mit dem leicht feuchten Lappen abwischen.
Hat sich auf den Heizplatten bereits ein brauner Schmutzfilm gebildet, ist etwas Vorsicht geboten. Je glatter die Oberfläche der Heizplatten ist, desto besser glätten sie das Haar. Daher sollten Sie keinesfalls scharfe Reinigungsmittel wie Spiritus oder gar Nagellackentferner verwenden und dem Schmutz auch nicht mit rauen Schwämmen zu Leibe rücken. Am besten sind spezielle Reiniger geeignet, die auch zur Reinigung von Bügeleisen oder Ceranfeldern verwendet werden.

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Zur Geschichte des Glätteisen

Abschließend wollen wir noch einen kleinen Blick auf die Entstehungsgeschichte des Glätteisens werfen.
Das erste Glätteisen der Welt wurde Ende des 19. Jahrhunderts von einem Franzosen namens Marcel Grateau erfunden. Mit seiner scherenartigen Eisenzange, die über einem Feuer erhitzt wurde, konnten sowohl Haare geglättet als auch Locken gedreht werden.
Die Schottin Lady Jennifer Bell Schofield erfand im Jahr 1912 den Vorläufer des heutigen Glätteisens: zwei Eisenplatten, verbunden mit einem Scharnier, die ähnlich wie das von Marcel Grateau erfundene Gerät mit Hilfe einer externen Hitzequelle wie einem Feuer erhitzt werden mussten.
Das Haareglätten in der Vergangenheit war also eine durchaus riskante Angelegenheit, bei der man sich unter Umständen schlimme Brandwunden zuziehen konnte und das auch nicht gerade selten mit dem Verlust zumindest einzelner Haarsträhnen endete.
Erst im Laufe der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde das Ergebnis langsam sicherer und berechenbarer und es kamen Geräte mit Beschichtungen und regelbaren Temperaturen auf den Markt.